18.Tag (26.September) HENDERSONVILLE – MYRTLE BEACH

Bei verhangenem Himmel sind wir durch bewaldetes Gebiet auf der Interstate in Richtung Roebuck gefahren. Es war nicht mehr so hügelig und kurvig wie gestern. Zum Glück! In Roebuck zweigten wir zur Walnut Grove Plantation ab. Wir besichtigten das 200 jährige gut in Stand gehaltene „Home oft he Moore family“. Sie waren die ersten britischen Kolonisten in Upstate Carolina. Die Plantagen wurden mit Hilfe von 6-8 Sklaven bewirtschaftet. Da vor allem Getreide gepflanzt wurde, mussten viele Vögel (Schmarotzer) abgeschossen werden. Nach dem Rundgang ging es zügig weiter, es war ein Auf und Ab auf der Interstate wie letztes Jahr auf der Route 66. In Carolina sahen wir uns selbstverständlich das Capitol an. Ein imposantes Gebäude mit riesigem Treppenaufgang, gepflegten Räumen und grossen Hallen. In Carolina stehen die alten Häuser weit auseinander, genauso wie im Reiseführer beschrieben. Begründung von 1786: Die Moskitos können nicht weiter als 180 Meter fliegen ohne zu verhungern. So können Krankheiten nicht übertragen werden! Auf den letzten 160 Kilometern wurde es immer flacher. Wir sahen wieder Baumwollfelder, Ackerland, Rinderherden und kleinere Sümpfe. Über letztere führten uns natürlich wieder auf Betonpfeilern gestützte Strassen. Früchteverkaufsstände luden zum Kauf einheimischer Früchte ein. Pfirsich- und Melonenplantagen konnten wir leider keine entdecken. Plötzlich kam viel Verkehr auf, was zu kleineren Staus führte. Zum Glück lösten diese sich auf den letzten 25 Kilometern wieder auf. Recht müde kamen wir im „Holiday Inn Express & Suites“ an. Ein Aufsteller war das grosse, schöne Zimmer. Nach der obligaten Dusche der Männer fuhren wir zum Nachtessen kilometerlang an Fast Food Ketten, Fun Parks, Geschäften, Restaurants und Planet Hollywood vorbei. Myrtle Beach ist bekannt für seine Golfplätze, Minigolf Anlagen und Tennisplätze. Die Fun Meile am Meer ist vor allem für junge Leute. Dem Strand entlang stehen Hotels und Parkhäuser. Das Nachtessen fand in sehr angenehmer Atmosphäre im „California Dreaming“ statt. Auf dem Heimweg waren die ganz verschieden beleuchteten Hotels sehr schön anzuschauen. Georges hat im Hotel noch seine Kleider gewaschen und das super gemacht. Das Frühstück war spitze! Preis pro Nacht sFr. 102.20. Wir hatten aber eine Gutschrift, die es nach 10 Buchungen per Internet gibt. Es wird der Durchschnitt der Übernachtungen genommen, und so zahlten wir für das Zimmer nur sFr. 34.98!

(Nervig war das Licht des Feuermelders, das mir die ganze Nacht exakt ins Gesicht schien. Schräg gegenüber unserer Zimmertüre surrte die Klimaanlage die ganze Nacht……Fazit: Das nächste Mal nicht mehr ein Zimmer am Ende des Korridors nehmen!)

 

17.Tag (25.September) ATLANTA – HENDERSONVILLE

Abfahrt um 9.30 Uhr bei bedecktem Himmel Richtung Buckhead. Das Besondere an dieser Business Stadt ist, dass sie zugleich eine Wasserscheide bildet. Auf der einen Seite fliesst alles Wasser Richtung Golf von Mexiko und auf der anderen Seite in den Atlantik. Schnurstracks ging es in den Lenox Square, den grössten Konsumkomplex im Südosten der USA, um bei Victoria`s Secret BH`s zu kaufen (Patrick konnte so das Taschengeschenk für Brigitte einlösen). Ganz besonders in Erinnerung bleiben wird uns der Schreck wegen dem verlorenen iPhone von Georges, das aber glücklicherweise eine Security auf dem Polstersitz (vor Victoria`s) gefunden hat und dem Verlierer (Laueri) wieder aushändigen konnte. Die Stadt ist umgeben von viel Grün, dank den Laubbaum Hügeln. Eine Western Outlet Reklametafel am Strassenrand erweckte unsere Neugier! In South Commerce kauften wir in dem riesigen Western Wear and Boots Outlet Stiefeln und Hemden ein. Weiter fuhren wir Richtung Georgia Mountains in die Ausläufer der Apalachen. Der Highway führte meist durch bewaldetes Gebiet. Knapp vor der Grenze zu Nordcarolina sahen wir das erste Tomatenfeld auf unserer Reise. Die Fahrt über den Blue Ridge Parkway war eindrücklich. Wald, Wald und nichts als Wald und Hügel. Die Cherokee`s nennen die Hügel Smoky Mountains. Auf dem höchsten Punkt war es nur noch 15°, brrr, und die Hügelkuppen waren plötzlich vom Nebel umhüllt, was die Namengebung der Indianer bestätigte! 150 Kilometer Passfahren mit Kurve rechts, rauf, runter, Kurve links, rauf runter, Kurve rechts, rauf, runter…..Ich war heilfroh, als wir endlich im Hotel ankamen. Es war ein langer Tag, da wir wegen dem iPhone Verlust und dem Einkaufen viel Zeit verloren. Im Hotel Ramada hatten wir ein schönes, sauberes Zimmer. Das Frühstück war in Ordnung. Die Nacht kostete uns sFr. 88.22.

16.Tag (24.September) ATLANTA

Um 9.45 Uhr fuhren wir los in die City. Unser erster Besuch galt dem Capitol. Georges und ich standen sogar am Rednerpult. Zudem können wir beide auch noch sagen, dass wir im Capitol von Atlanta die Kanalisation belastet haben! Rassig ging es weiter zum Martin Luther King Jr. National Center. Wir interessierten uns vor allem für sein Grab. Das Geburtshaus, wo er als Kind auch gelebt hat, seine Kirche, wo er gepredigt hat und die informative Ausstellung über sein Wirken, haben wir auch besucht. Sein Satz ist ja weltberühmt: I have e dream! Ins World of Coca Cola gingen wir auch und verweilten uns fast 2 Stunden in dem Gebäude das gut gemacht, modern ausgestattet und mit 4 D-Film und sonstigen Informationen aufwartete. Am Schluss konnten wir diverse Getränke probieren darunter sogar solche, die von dem Konzern in anderen Ländern produziert werden. Wir hätten nie gedacht, dass Coca Cola so viele verschiedene Getränke herstellt. Es war mal ganz was anderes und es hatte zum Teil sehr exotische Geschmacksrichtungen darunter. Nun ging es zu Fuss weiter. Im Westin, dem hohen runden Gebäude, tranken wir ein verdientes Käfeli und checkten unsere iPhones! Der letzte Marsch galt dem Underground Market Atlanta. Die Shops sind heute wirklich unter der Stadt und die Strassenpflästerung ist ein unverkennbares Zeichen dafür. Karten kaufen war ein echt schwieriges Unterfangen und hat Nerven gekostet. Recht müde, und um uns zu erholen, sind wir bereits um 17.15 Uhr ins Hotel zurück gekehrt. Im Steakhouse Longhorn haben wir gut, und wieder mal zuviel gegessen. Das Wingate Hotel ist sehr gut, das Zimmer gross und modern, gute Betten und gutes Frühstück. Preis für 2 Nächte sFr. 143.80.

15.Tag (23.September) NASHVILLE – ATLANTA

Um 9.45 Uhr fuhren wir los und Patrick machte sich, als Lohn für seine Fahrdienste, spontan eine Freude, haha! Wir fuhren zum 100 Kilometer entfernt liegenden Corvette Montage Werk nach Bowling Green. Dieses befindet sich im State Kentucky und stand bei der Planung nicht auf unserem Programm. Zuerst schauten wir uns im National Corvette Museum um. Schon die ersten Corvettes waren schöne Autos! Stolz bin ich sogar, dass ich jetzt weiss, dass Louis Chevrolet, 1878 in La Chaux de Fonds geboren und ab 1915 amerikanischer Autorennfahrer, Gründer der Chevrolet Car Companie war. Das Chevrolet Emblem ähnelt ja einem Schweizer Kreuz, wenn man etwas Phantasie hat!! Ein Teil dieses Museums war am 12.Februar 2014 abgesunken und hat 8 Autos mitgerissen. Es ist wirklich ein eindrücklich grosses Loch und das Ganze soll wegen Unterspülung wie eine Doline eingesackt sein. Um die Führung im Corvette Werk nicht zu verpassen mussten wir den Museumsbesuch abbrechen, um später wieder zurück zu kehren. Im Montage Werk war die Führung sehr interessant. Wir waren alle erstaunt, wie viel Arbeit, wie viele Handgriffe im Zusammenbau einer Corvette stecken. Die Arbeiter und Arbeiterinnen am Fliessband müssen trotz Automation viel von Hand ausführen. Sie tragen alle Handschuhe und einen Lederschutz um die Gurtschnallen, damit ja nicht ein Kratzer auf so ein edles Teil der Corvette kommt. Leider war fotografieren verboten. Wir kehrten nochmals ins Museum zurück und Patrick hat im Corvette Shop noch einige Dollars ausgegeben. In der Halle waren die Corvettes ausgestellt, die nächstens das Werk verlassen und an Ort und Stelle dem Käufer und Besitzer übergeben werden. Als ich vor der weissen Corvette stand, die Patrick (und auch mir) so gut gefiel, kam ein Herr auf mich zu und sagte: This is my car , morgen könne er den Wagen abholen! Er platzte fast vor Stolz und Freude und strahlte übers ganze Gesicht! Ich nutzte noch den guten und schnellen WLAN Empfang aus, um bei meinem Tablet die Dropbox zu synchronisieren. Den Abend verbrachten wir im Nashville Palace, assen einen feinen Hamburger und genossen Country Music. Wer wollte, durfte auch mal mit Begleitung der Band singen, was von Einheimischen rege genutzt wurde. Es war gemütlich aber etwas kalt im Lokal. In der Schweiz soll es in den Voralpen Schnee gegeben haben und auch hier ist die Temperatur auf 17° zurück gefallen! Das Zimmer im Baymont Hotel war gut, das Frühstück ebenfalls, WLAN soso lala. Auf dem Teppich waren etwas gar viele Flecken. Der Preis für diese   3 Nächte über das Wochenende betrug sFr. 311.55.

13.Tag (21.September, Sonntag) NASHVILLE

Etwas müde, aber gesättigt, verliessen wir um 10.20 Uhr das Hotel. Wir fuhren direkt zum Opry Mills auf Kleidersuche. Tatsächlich verliessen wir das Einkaufszentrum nach 2 Stunden mit 2 Paar Levis Jeans für Georges und einer Sonnenbrille (sFr. 5.–) für mich. Patrick hat derweil im Starbucks Kaffee getrunken und uns im Auge behalten. Wir „hühnern“ halt manchmal, und in so grossen Einkaufs Centern kann man sich schnell mal verlaufen! Zurück in der City haben wir natürlich das Capitol vom State Tennessee noch fotografiert und dann das Auto geparkt. Wir wollten nochmals bei Tag auf dem Broadway flanieren und yeah – viel weniger Volk und angenehm. Wir haben sämtliche Boots Shops abgeklappert aber nichts gefunden, das unseren Geschmacks- und Finanzansprüchen genügte! Dafür wurden wir bei den T-Shirts fündig. Vom mehrstöckigen Honky Tonk (Live Music Kneipe) konnten wir den Broadway vom Balkon aus wunderbar im Bild festhalten. Um 17 Uhr tanzten wir im Wildhorse Saloon an einem Workshop beide Tänze mit und assen dort auch Znacht. Danach bummelten wir nochmals durch die Strassen. Ziemlich müde kehrten wir bereits um 20 Uhr ins Hotel zurück und haben nochmals eine Nacht gebucht.

12.Tag (20.September, Samstag) MEMPHIS – NASHVILLE

Abfahrt um 10 Uhr nach Nashville, der Hauptstadt von Tennessee. Patrick fuhr uns noch schnell zum The Peabody Hotel. Tatsächlich schafften wir es zur 11 Uhr Parade der Enten. Wir mischten uns unter die vielen wartenden Zuschauer und pünktlich öffnete sich die Lift Türe. Die Enten spurteten über den roten Teppich, hüpften das Treppchen hoch und zack schwammen sie im Brunnen der Hotelhalle. Es war amüsant, dem Treiben zuzuschauen! Ende Memphis sagten wir dem Mississippi adieu. Nach einem Starbucks Halt und Fotos laden, ging es stracks auf der Interstate weiter, da unterwegs nichts besonderes zu sehen oder besuchen auf dem Plan stand. Auf den Plantagen dominierte wieder Zuckerrohr. Der mittlere Streckenteil der 317 Kilometer langen Fahrt mahnte uns wieder stark an die hügelige Route 66. Beidseits der Strasse hatte es immer wieder Mischwald. Nach dem Überqueren des Tennessee River durchfuhren wir ein riesiges Waldgebiet. Kurz vor dem Tagesziel deckten wir uns wieder mal mit Getränken ein. Bereits um 16 Uhr trafen wir im Hotel Baymont ein. Wie üblich gingen die Männer stracks unter die Dusche und mir genügte einmal mehr der Waschlappen. Bald danach machten wir uns auf den Weg zur Grand Ole Opry, dem hochmodernen mit Elektronik ausgestatteten Konzertsaal, um einem Country Konzert (Direkte  Radioübertragung) beizuwohnen. Der Event startete bereits um 19 Uhr. Das mit 4`000 Plätzen grosse Gebäude befand sich ganz in der Nähe von unserem Hotel. Das 3 Stunden dauernde Konzert, mit verschiedensten Musikern, war der Hammer. Zum Glück hat Georges sich vor der Reise in die USA schlau gemacht und die Tickets bereits von der Schweiz aus gekauft! Danach wollten wir uns noch ins Nachtleben von Nashville stürzen. Wir sind aber nur den Broadway rauf und runter gelaufen. Alle Lokale waren überfüllt, auf den Trottoirs herrschte Gedränge, dass es beängstigend war. Dass es auch laut war ist ja klar. So sind wir sofort wieder mit dem Auto zum Hotel gefahren. Erst gegen 01.00 kamen wir ins Bett. Das Frühstück war gut. Die nächste Nacht bereits nochmals gebucht.

11.Tag (19.September) MEMPHIS

Nach dem Frühstück fuhren wir um 10 Uhr los. Ziel war Graceland. Georges buchte das mittlere Angebot für 34 Dollar. Wir bekamen ein Tablet, wo wir die gewünschte Sprache einloggen konnten, und Kopfhörer. Der Bus führte uns zum Eingang des Anwesens. Von da an konnten wir überall solange verweilen wie wir wollten. Einfach den Informationen und Anweisungen vom Tablet folgen. Die Räume in der Villa von Elvis sind wirklich schön und wohnlich, auch wenn der Luxus sich so stark zeigt. Das obere Stockwerk hat die Familie für Besucher nicht frei gegeben. Aber Elvis verbrachte seine Zeit mit der Familie und Freunden mehrheitlich in den offen zugänglichen Räumen. Das Grab von Elvis, seinen Eltern und der Grossmutter wurden erst später auf sein Grundstück verlegt, da der Rummel auf dem öffentlichen Friedhof zu gross wurde. Nach drei Stunden hatten wir genug gesehen und fuhren mit dem Bus zurück zum Eingang und wauuu – eine riesen Menschenmenge stand Schlange! Zum Glück hatte Georges den Besuch bereits für 11 Uhr eingeplant! Der Besuch hat sich gelohnt und Preis – Leistung stimmte für uns! Patrick holte uns wieder ab und wir fuhren noch zum Sun Studio, wo die erste Plattenaufnahme von Elvis gemacht wurde. Jonny Cash, Ike Turner… gehörten zu weiteren „Kunden“. Natürlich haben wir Fotos gemacht wie zum Beispiel vom Schulabschluss Diplom, das übrigens nur Elvis, als einziger der ganzen Familie, vorweisen konnte. Im Aufnahmestudio sind Boden und Decke immer noch original von 1963. Zurück in der City verpassten wir im The Peabody Hotel den Auftritt der Enten, die über den roten Teppich laufen, ganz knapp. Es ist DIE Attraktion und findet in der Hotelhalle statt. Um 11 Uhr kommen sie zum Schwimmen im Hotelbrunnen und um 17 Uhr gehen sie zurück, um zu schlafen. Der rote Teppich wurde gerade eingerollt. Duschen, umziehen und ab in die Stadt hiess es um 19.20 Uhr. Einen Teil des Abends verbrachten wir im Rum Boogie Cafe, zahlten 5 Dollar Eintritt und assen zu Abend bei Life Music! Danach bummelten wir die Strasse rauf und runter und hörten abwechselnd da und dort der Musik zu und hatten einfach Freude. Das Frühstück im Ramada Hotel war wiederum prima. Die zweite, nachgebuchte Nacht kostete nur noch sFr. 74.00.

8.Tag (16.September) BATON ROUGE – NATCHEZ

Nach der Abfahrt um 10 Uhr haben wir noch schnell das Capitol von Baton Rouge bei Tageslicht fotografiert. Auf der Interstate fuhren wir nach Lafayette zum Shopping. Lange Zeit, d.h. Kilometer lang fuhren wir wieder über Brücken (Fluss) und Betonpfeilerstrassen (Sumpf) aber zwischendurch auf ganz normal gebauten Strassenabschnitten. Wir haben aus dem Auto interessante Bauten Fotos gemacht. In Lafayette haben wir im Cavender`s, einem Western Outfitter, Gilet, Hemd, Jeans, Gürtel und Schnallen gekauft, was 1 Stunde dauerte! Bei der Weiterfahrt gab es auch heute immer wieder starke Regengüsse. Nach Lafayette kamen wir ins sogenannte Cajon Praierie Gebiet (frankophone Bevölkerung), wo einiges sogar französisch angeschrieben war. Je näher wir über Alexandria nach Natchez kamen, um so mehr dominierten jetzt riesige Felder, grosse Baumwollplantagen, Sojabohnenfelder, Rinderherden und Villen mit riesigen Rasenflächen. Zuckerrohr hatte es nur noch wenig. Um 17 Uhr war es immer noch 34,44° heiss. Die Fahrt war abwechslungsreich und erstmals auch, ab späterem Nachmittag, etwas hügelig. Das Days Inn mussten wir lange suchen. Unser Tom Tom führte uns in die Irre. Das Navi im Suburban zeigte uns schliesslich den Weg! So haben wir gut 1 Stunde verloren. Ein recht gutes Nachtessen haben wir ganz in der Nähe unseres Hotels, im Ruby Tuesday, eingenommen. Danach wollten wir eigentlich noch etwas Musik geniessen. Vom empfohlene Besuch des Lokals, Under the Hill Saloon, waren wir enttäuscht. Ein Sänger und ab Band Musik, und alles viel zu laut – eine Kneipe eben! Das Zimmer im Days Inn war ok, WC – Dusche und Brünneli getrennt. Das Frühstück war nicht so toll. Preis sFr. 84.19.

7.Tag (15.September) NEW ORLEANS – BATON ROUGE, Hauptstadt von Tennessee

Nach dem Tank auffüllen sind wir um 10 Uhr losgefahren. Es war der Tag der vielen Brücken und Strassen auf Beton Pfählen. Das Gebiet ist sehr sumpfig und das Mississippi Delta riesig gross. Das heute befahrene Zuckerrohr Plantagengebiet erstreckte sich über viele Kilometer, zeitweise beidseits der Strasse soweit das Auge reicht. Dazwischen immer wieder die prächtigen Villen mit Parkanlagen der Zuckerrohrbarone. In dieser Gegend dominierte wieder Laubwald, die Zedern waren verschwunden. In Franklin, mit Zuckerrohr – und Salzraffinerie mussten wir einfach wieder die schönen Villen im Bild festhalten. In Avery Island bezahlten wir 1 Dollar Brückenmaud um zur Tabasco Fabrik zu fahren. Georges hatte die wirklich gute Idee zu diesem Abstecher. Die Filmvorführung und Besichtigung war gratis. Laut Film wird der Pepper von Hand gepflückt. Die Pflücker führen einen roten Holzstift, den Baton Rouge, mit sich. Hat die Pepper Schote diese Farbe, darf sie gepflückt werden (ist vor allem für Anfänger hilfreich!). Vom Salzhügel in der Nähe des Ortes wird das Salz abgebaut, das für die Herstellung von Tabasco auch eine Rolle spielt. Gärt die Masse in den Fässern, reagiert der Salzdeckel. So wird kontrolliert! Es war interessant, von der Herstellung eine kleine Ahnung zu bekommen. Über die kleinen Tabasco Fläschchen als Geschenk haben wir uns auch gefreut. Immer wieder kamen wir in saumässig starke Regengüsse, abwechselnd mit Sonnenschein. Unser Suburban war fast wieder sauber! Eigentlich so wie alle Orte die wir besucht haben an diesen Tagen. In St. Martin Ville steht einer der meist fotografierten Bäume Amerikas, die Evangeline Oak, auch Romeo und Julia Eiche genannt. Die musste natürlich aufgesucht werden. Das von beiden Eltern nicht akzeptierte Liebespaar hat sich nach vielen Jahren hier wieder getroffen, was doch noch zu einem Happy End führte. Das letzte Stück der Tagesetappe führte uns wieder durch starkes Sumpf- und Flussgebiet. Mehr als 20 Kilometer an einem Stück fuhren wir auf von Betonpfeilern erhöhten Strassen (Interstate). Bemerkenswerte Leistung der Amis! Bogenbrücken, die von weitem aussahen wie Hügel, überspannten elegant das Wasser. Das Abendessen haben wir im Outback eingenommen. Das Zimmer im Best Western war sauber und sah frisch renoviert aus. Das Bad mit WC war etwas klein für 3 Personen. Das Frühstück war sehr gut! Preis sFr. 71.70.

6.Tag (14.September) NEW ORLEANS

Es grenzt schon fast an Luxus, wenn das Kofferpacken für einmal wegfällt. Heute war der ganze Tag für New Orleans reserviert. Am Morgen fuhren wir 2 Stunden mit dem New Orleans Steamboat auf dem Mississippi. Es war sehr heiss, aber wir hatten auf dem Deck ein schattiges Plätzchen gefunden. Die Fahrt mit dem Raddampfer hat uns sehr gefallen. Um 14 Uhr trafen wir uns wieder mit Patrick und im Auto kurvten wir durch den Garden District, wo wirklich sehr schöne Häuser in sogenannt viktorianischer Bau-Fantasie stehen. Angrenzend befindet sich der Friedhof Lafayette, der sogenannte Grabhäuser hat. Die Steinplatten tragen auch deutsche Namen, z.B. Wille, und verraten sogar, woran die Menschen gestorben sind (Cholera, Gelbfieber). Danach löschten wir unseren Durst auf einem Balkon in der belebten Bourbon Street. Danach ging es kurz ins Hotel zurück, unter die Dusche und wieder ab in den Rummel. Um Zeit zu sparen assen wir bei Chili`s was Feines. Danach machten wir uns auf die Suche, um den Tipp des älteren Herrn von der Tourist Information zu befolgen, der uns ins French Quartier führte. In der Frenchmen Street Nr. 508 genossen wir im The Maison schönen Blues in angenehmer Lautstärke. Natürlich haben wir auch noch in andere Jazz Clubs reingeschaut, aber es war uns einfach zu laut. Um 23.45 Uhr kamen wir nach dem langen, schönen Tag, müde, aber zufrieden ins Bett. Das Super 8 ist sehr alt. Unser Zimmer war tiptop und sauber. Das Frühstück bot auch alles an. Für 2 Nächte bezahlten wir sFr. 168.82!